| ESV Ludwigshafen ist
wieder Meister JUDO:
Regionalliga-Herren holen nach 2006 und 2007 abermals den Titel - Fünf
Siege in fünf Kämpfen
Von Volker Endres
LUDWIGSHAFEN. Die Meisterschaft ist zurück in Ludwigshafen. Mit fünf
Siegen aus fünf Kämpfen sicherte sich die Staffel des ESV Ludwigshafen in
eigener Halle überlegen den Titel in der Judo-Regionalliga der Herren.
Die Staffel von Trainer Stephan Jacobs leistete sich keinen Aussetzer,
ließ dem 5:2 gegen den JC Wiesbaden zum Auftakt ein 4:3 gegen den JC Saar
und ein 4:2 gegen RW Koblenz folgen. Im vorentscheidenden Kampf gegen den
JC Rüsselsheim sicherten sich die Gastgeber mit einem 5:2 fast schon den
Titel. Der Abschluss gegen JC Neuwied wurde zur Formsache und mit 5:1 zur
sicheren Beute. Ein Unentschieden hätte bereits genügt.
„Bei diesem Modus setzt sich am Ende wirklich die stärkste Mannschaft
durch", bilanzierte Jacobs. Das waren eindeutig die Ludwigshafener. Und
dies nicht nur auf de Matte, sondern vor allem auch außerhalb. Gleich 20
Mann hatten den blauen Judo-Gi des ESV an. „Wir konnten variieren und
haben gegen jeden Gegner die Leute aufgestellt, die gepasst haben", sagte
der Trainer. Lediglich Franzose Guilli musste immer ran, schlug sich dabei
aber sehr gut. „Und dass, obwohl am Samstag erst der Ramadan zu Ende
ging", betonte ESV-Trainerin Francine Polderl.
Besonders erfreut zeigte sich Jacobs aber vor allem über seine jungen
Kämpfer. „Für viele war es der erste Einsatz in der Regionalliga, verwies
er unter anderem auf den 17 Jahre alten Tobias Teucke, Nico Noichl, Marco
Müller oder Eigengewächs Dominik Mertesheimer. „Sie hatten alle auch ihre
Erfolgserlebnisse", betonte er, „das macht für die Zukunft Hoffnung."
Der Auftaktsieg gegen Wiesbaden hatte dabei gleich doppelte Bedeutung. „Da
haben wir im letzten Jahr heftig verloren. Deshalb war dieser Erfolg ganz
wichtig für das Selbstvertrauen", betonte Jacobs. Es war genau die
richtige Einstimmung für das Duell mit dem Vorjahresmeister JC Saar. Die
Saarländer galten zusammen mit dem JC Rüsselsheim als Anwärter auf den
südwestdeutschen Titel. Doch weder die Saarländer noch die
Bundesliga-Reserve aus Hessen konnte den ESV stoppen. Beides jedoch nach
einem ganz harten Stück Arbeit. Knackpunkt gegen Rüsselsheim war der Ippon
durch Florian Krull in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm zum 3:2. Sein
Haltegriff war am Ende nur durch eine Handbreite vom Mattenrand getrennt
und damit gültig. Damit war der Titel praktisch sicher - der dritte nach
2006 und 2007.
Der Aufstieg ist für den ESV dennoch kein Thema. „Man muss Realist sein.
Wir hatten einfach auch etwas Glück. Aber wir haben einige sehr junge gute
Leute in der Mannschaft und wenn wir in dieser Form auch nächstes Jahr
zusammenbleiben, dann wäre der Aufstieg durchaus eine Option", sagte
Jacobs. Platz zwei der Regionalliga ging an den JC Saar vor dem JC
Rüsselsheim.
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